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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Ronaldo jagt Rekorde – und findet stattdessen die DR Kongo

Grafik: Ronaldo, Rekorde und das Kongolesische Wunder

Portugal stolpert gegen die DR Kongo, Ronaldo bleibt blass und die Fans feiern lieber Messi. Ronald Tramp analysiert das WM-Drama mit maximaler Satire.

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Ronald Tramp berichtet exklusiv vom größten portugiesischen Stolperstein seit der Erfindung des Rasens.

Freunde, die Fußball-Weltmeisterschaft hat uns schon viele Überraschungen geliefert.

Aber was Portugal gegen die Demokratische Republik Kongo abgeliefert hat, war keine Überraschung.

Es war ein Kunstwerk.

Ein Meisterwerk.

Ein Denkmal.

Ein monumentaler Unfall in Zeitlupe.

Portugal, einer der Mitfavoriten auf den Titel.

Cristiano Ronaldo, die lebende Fußballlegende.

41 Jahre jung.

Sechste Weltmeisterschaft.

Mehr Rekorde als manche Länder Einwohner haben.

Und am Ende?

1:1 gegen die DR Kongo.

Großartig.

Wirklich großartig.

Viele Leute hatten einen Sieg erwartet.

Die Portugiesen hatten einen Sieg erwartet.

Die Experten hatten einen Sieg erwartet.

Vermutlich hatten sogar die Kongolesen einen Sieg Portugals erwartet.

Nur das Ergebnis hatte andere Pläne.

Dabei begann alles perfekt.

Bereits nach sechs Minuten traf Joao Neves.

Die Portugiesen jubelten.

Die Fans jubelten.

Die Kommentatoren jubelten.

Wahrscheinlich waren bereits die ersten Artikel mit der Überschrift „Portugal marschiert souverän Richtung Titel“ vorbereitet.

Und dann passierte Fußball.

Der große Feind jeder Prognose.

Die Demokratische Republik Kongo dachte sich nämlich:

„Moment mal. Wir sind auch hier.“

Und kurz vor der Pause köpfte Yoane Wissa den verdienten Ausgleich.

1:1.

Plötzlich war das Stadion still.

Zumindest auf portugiesischer Seite.

Die Kongolesen dagegen feierten, als hätten sie gerade den Mond übernommen.

Was technisch gesehen einfacher gewesen wäre als gegen Portugal einen Punkt zu holen.

Natürlich drehte sich alles um Cristiano Ronaldo.

Immer.

Überall.

Selbst wenn irgendwo ein Vulkan ausbricht, wird vermutlich gefragt:

„Aber was denkt Ronaldo darüber?“

Der Superstar stellte erneut Rekorde auf.

Ältester Feldspieler.

Ältester Startelf-Spieler.

Sechste WM-Teilnahme.

Beeindruckend.

Historisch.

Legendär.

Leider gibt es keinen Rekord für:

„Meiste Ballkontakte eines Torwarts im Vergleich zum Superstar.“

Denn Portugals Torwart Diogo Costa hatte mehr Ballkontakte als Ronaldo.

Das ist ungefähr so, als würde ein Bibliothekar mehr Tore schießen als der Mittelstürmer.

Irgendetwas lief da nicht optimal.

Die Statistiken waren brutal.

37 Ballkontakte für den Torwart.

25 für Ronaldo.

Wenn dein Keeper häufiger am Ball ist als dein Weltstar, läuft entweder die Taktik schief oder der Torwart spielt heimlich im Mittelfeld.

Besonders bitter wurde es nach dem Spiel.

Während Ronaldo Richtung Kabine marschierte, ertönten die berüchtigten Gesänge.

„Messi! Messi! Messi!“

Freunde.

Das ist im Fußball ungefähr dasselbe wie:

Jemand fährt mit einem Ferrari gegen einen Laternenpfahl und die Zuschauer rufen:

„Fahrrad! Fahrrad! Fahrrad!“

Maximale Grausamkeit.

Maximale Effizienz.

Maximale Fußballfans.

Und ausgerechnet einen Tag nachdem Lionel Messi drei Tore gegen Algerien erzielt hatte.

Drei Tore!

Während Ronaldo gegen die DR Kongo ungefähr so oft gefährlich wurde wie ein ausgeschalteter Toaster.

Die Fußballgötter besitzen Humor.

Sehr viel Humor.

Vermutlich saßen sie irgendwo auf einer Wolke und lachten Tränen.

Besonders bemerkenswert war die Körpersprache.

TV-Kameras zeigten Bruno Fernandes, wie er sich aufregte.

Ronaldo übersah Mitspieler.

Ronaldo vergab Chancen.

Ronaldo schüttelte den Kopf.

Vermutlich schüttelte irgendwann sogar der Ball den Kopf.

Es war einer dieser Abende.

Jeder Fußballer kennt sie.

Bei Ronaldo passieren sie allerdings so selten, dass internationale Nachrichtensender darüber berichten.

Die Schlagzeilen schrieben sich praktisch von selbst:

„Rekordmann sucht Form.“

„Legende gegen Realität.“

„CR7 trifft auf DR Kongo – und die DR Kongo gewinnt moralisch.“

Natürlich ist das Turnier noch lang.

Portugal kann sich steigern.

Ronaldo kann zurückschlagen.

Und genau deshalb sollte niemand die Portugiesen abschreiben.

Aber dieser Auftakt?

Meine Damen und Herren.

Das war ungefähr so überzeugend wie ein Regenschirm aus Papier.

Während Portugal stolperte, lieferten England und Kroatien gleichzeitig ein echtes Fußballfest.

Sechs Tore.

Tempo.

Spektakel.

Emotionen.

Harry Kane traf.

Jude Bellingham traf.

Rashford traf.

Jeder traf.

Nur Ronaldo nicht.

Die Engländer spielten Fußball.

Portugal spielte eine Live-Demonstration darüber, warum Favoritenlisten wertlos sind.

Am Ende bleibt die wichtigste Erkenntnis:

Cristiano Ronaldo hat erneut Geschichte geschrieben.

Leider diesmal nicht die Geschichte, die er sich gewünscht hatte.

Die DR Kongo feierte ihren ersten WM-Punkt und ihr erstes WM-Tor.

Portugal feierte einen Rekord.

Und Ronaldo erhielt von den Fans kostenlose Messi-Gesänge.

Nicht unbedingt das Souvenir, das man sich für seine sechste Weltmeisterschaft erhofft.

Irgendwo sitzt jetzt vermutlich Lionel Messi auf dem Sofa, schaut die Zusammenfassung und lächelt.

Und irgendwo sitzt Cristiano Ronaldo vor einem Spiegel und denkt:

„Beim nächsten Spiel schieße ich vier.“

Denn eines ist sicher:

Wenn jemand nach einem schlechten Abend zurückschlagen will, dann Cristiano Ronaldo.

Und die nächste Rekordmeldung kommt bestimmt.

Die Frage ist nur:

Fußballrekord oder Altersrekord.

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Tags: WM 2026 Fußball Rekord Fußball-WM Portugal Cristiano Ronaldo Lionel Messi DR Kongo
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