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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Washington wird jetzt zum Golfresort

Grafik: Das größte Green der Hauptstadt

Viele Präsidenten hinterlassen Gesetze. Manche hinterlassen Bibliotheken. Donald Trump denkt größer. Viel größer. Nachdem Washington bereits Ballsaal, Triumphbogen und vergoldete Monumente bekommen soll, folgt jetzt das nächste Meisterwerk: Ein Golfplatz mitten in der Hauptstadt. Ronald Tramp war natürlich sofort vor Ort – zumindest gedanklich.

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Liebe Leute...

Ich habe lange geglaubt, Washington sei die Hauptstadt der Vereinigten Staaten.

Offenbar lag ich falsch.

Washington entwickelt sich Schritt für Schritt zum größten Freizeitpark für ambitionierte Architekten mit einer ausgeprägten Vorliebe für Marmor, Gold und gepflegte Fairways.

Und wer ist der Chefplaner?

Natürlich Donald Trump.

Der Mann schaut auf eine Stadt und denkt nicht:

"Hier fehlt Wohnraum."

Oder:

"Hier könnte man den Verkehr verbessern."

Nein.

Er schaut auf eine Landkarte und fragt zuerst:

"Wo könnte man hier ein Par 5 unterbringen?"

Ich sage euch:

Das ist Vision.

Oder sehr viel Freizeit.


Das Weiße Haus wird zum Clubhaus

Vor nicht allzu langer Zeit hörten wir vom riesigen Ballsaal.

Dann kam der Triumphbogen.

Dann Brunnen.

Dann goldene Statuen.

Jetzt also Golf.

Ich rechne fest damit, dass spätestens nächstes Jahr eine Seilbahn zwischen Kapitol und Weißem Haus geplant wird.

Natürlich mit VIP-Gondeln.

Und einer Präsidenten-Suite.


Die wichtigste Frage der amerikanischen Politik

Andere Präsidenten fragen:

"Wie sichern wir die Wirtschaft?"

Trump fragt vermutlich:

"Liegt das Grün in Schlagdistanz?"

Ich stelle mir die Kabinettssitzung ungefähr so vor.

"Mr. President, wir haben außenpolitische Themen."

"Moment."

"Die Wirtschaft..."

"Wartet."

"Der Haushalt..."

"Still!"

"Ich muss erst prüfen, ob das Wasserhindernis links oder rechts vom Abschlag schöner aussieht."

Prioritäten.

Ganz wichtige Prioritäten.


Der schönste Golfplatz der Welt

Natürlich soll es nicht irgendein Golfplatz werden.

Nein.

Es soll einer der besten der Welt werden.

Das sagt Donald Trump.

Und wenn Donald Trump "groß" sagt, weiß man:

Normale Maßstäbe haben soeben gekündigt.

Ich vermute deshalb:

Jedes Loch bekommt seinen eigenen Springbrunnen.

Die Fahnen bestehen aus Blattgold.

Die Sandbunker werden mit importiertem Premium-Quarzsand gefüllt.

Und die Golfcarts verfügen selbstverständlich über Marmorsitze.

Alles andere wäre schließlich Understatement.


Ronald entdeckt das nächste Großprojekt

Ich habe bereits exklusive Informationen.

Noch völlig unbestätigt.

Aber in meiner Fantasie absolut glaubwürdig.

Loch Nummer 1 endet direkt vor dem Lincoln Memorial.

Loch Nummer 5 führt quer über den Potomac.

Loch Nummer 9 besitzt einen Drive-in für Burger.

Loch Nummer 18 endet auf einer Dachterrasse mit Blick aufs Weiße Haus.

Wer dort ein Hole-in-One schafft, bekommt vermutlich lebenslang Rabatt im Souvenirshop.


Die Bäume stehen im Weg

Der alte Golfplatz soll ersetzt werden.

Bäume seien beschädigt.

Die Bewässerung funktioniere nicht richtig.

Der Platz brauche ein neues Leben.

Ich kenne diese Argumentation.

Sie funktioniert ungefähr wie:

"Das Wohnzimmer ist unordentlich."

"Also bauen wir ein Schloss."


Washington wird zum XXL-Resort

Ich glaube mittlerweile, Donald Trump besitzt eine geheime Liste.

Darauf steht:

✅ Ballsaal.

✅ Triumphbogen.

✅ Goldene Monumente.

✅ Brunnen.

✅ Golfplatz.

Demnächst folgen wahrscheinlich:

Ein Präsidenten-Skilift.

Eine Indoor-Yacht-Marina.

Ein Drive-in für Staatsbankette.

Und ein monumentales Clubhaus, dessen Parkplatz bereits größer ist als manche Kleinstadt.


Das Wasserproblem

Besonders fasziniert mich die Geschichte mit dem Wasserbecken.

Erst wurde alles verschönert.

Dann kamen die Algen.

Das Wasser wurde wieder grün.

Kaum war die Farbe verschwunden, rückten erneut Bauarbeiter an.

Das ist ungefähr so, als würde man seinen Rasen golden lackieren und sich anschließend wundern, dass irgendwann wieder Gras wächst.


Ronald auf dem ersten Abschlag

Ich durfte den zukünftigen Platz bereits exklusiv besichtigen.

Zumindest in meiner Vorstellung.

Der Starter begrüßte mich freundlich.

"Haben Sie Handicap?"

"Nein."

"Golf-Erfahrung?"

"Nein."

"Warum spielen Sie dann?"

"Ich bin Journalist."

Er nickte verständnisvoll.

Das scheint inzwischen als Qualifikation zu reichen.


Die Eröffnung

Ich sehe den Eröffnungstag schon vor mir.

Blaskapelle.

Drohnen.

Feuerwerk.

Ein riesiges goldenes Band.

Zwölf Kamerateams.

Drei Hubschrauber.

Und Donald Trump schlägt den ersten Ball.

Der Ball landet zufällig direkt neben einem Baukran.

Niemand stört sich daran.

Der Baukran gehört inzwischen schließlich zum Stadtbild.


Ronald Tramps Masterplan

Warum eigentlich bei Golf aufhören?

Wenn schon Großprojekte, dann richtig.

Direkt neben den Golfbahnen entstehen Tennisplätze.

Daneben ein Präsidenten-Freizeitpark.

Nebenan ein Monument für besonders schöne Rasenkanten.

Und irgendwo in der Mitte ein Museum für historische Spatenstiche.

Der Eintritt kostet selbstverständlich dynamisch.

Je voller das Museum, desto teurer das Ticket.

Innovation!


Donald Trump scheint Städte nicht als fertige Orte zu betrachten.

Er betrachtet sie als Baupläne mit Verbesserungspotenzial.

Heute ein Ballsaal.

Morgen ein Triumphbogen.

Übermorgen ein Golfplatz.

Nächste Woche vielleicht eine vergoldete Parkbank.

Wer weiß?

Fest steht jedenfalls:

Sollte Washington irgendwann tatsächlich vollständig umgebaut sein, wird vermutlich nur noch ein einziges Grundstück übrig bleiben.

Und genau dort entsteht dann – selbstverständlich – das größte Clubhaus der Welt.

Mit Blick auf Loch 19.

Denn bei Donald Trump endet selbst eine Runde Golf nie wirklich.

Sie bekommt einfach eine monumentale Verlängerung.

Großartig.

Wirklich großartig.

Fast so groß wie das Green Fee.

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Tags: USA Donald Trump Architektur Washington Weißes Haus Golfplatz Monumente
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