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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Der größte Loser-Gipfel der Weltgeschichte!

Grafik: Wenn Präsidenten nur noch Loser rufen

Washington erlebt das politische Comeback des Jahres: Joe Biden verteilt plötzlich Spitzen wie ein Stand-up-Comedian mit Überstunden, während Donald Trump Paläste, Triumphbögen und Poolreiniger baut. Ronald Tramp berichtet exklusiv vom spektakulärsten Ego-Duell seit der Erfindung des Spiegels.

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Meine Damen und Herren, was ich Ihnen heute präsentiere, ist historisch. Wirklich historisch. Manche behaupten, Geschichte werde von den Siegern geschrieben. Unsinn! Geschichte wird inzwischen von ehemaligen Präsidenten geschrieben, die sich gegenseitig erklären, warum ausschließlich der jeweils andere komplett den Verstand verloren hat.

Und genau deshalb flog ich selbstverständlich nach Washington. Denn dort geschah etwas Unglaubliches.

Joe Biden betrat eine Bühne.

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Nicht irgendeine Bühne. Sondern eine Bühne, auf der plötzlich Sätze vollständig beendet wurden und sogar Spitzen verteilt wurden. Viele Experten hatten bereits angenommen, Bidens schärfste Waffe sei inzwischen eine warme Tasse Kamillentee. Doch plötzlich zog der ehemalige Präsident verbal einen Flammenwerfer aus der Jackentasche.

Und das Ziel war selbstverständlich Donald Trump.

Wer auch sonst?

Biden erklärte vor jubelnden Parteifreunden sinngemäß, Trump sei nichts anderes als ein wandelndes Ego mit Präsidenten-Ausweis. Ein Mann, der vermutlich sogar seine Frühstücksflocken nach sich selbst benennen würde.

Ich muss sagen: starker Einstieg.

Doch dann wurde es noch besser.

Biden begann eine Führung durch das angebliche Freizeitprogramm des Weißen Hauses.

„Hier wird ein Ballsaal gebaut!“

„Dort entsteht ein Triumphbogen!“

„Das Kennedy Center soll am liebsten den eigenen Namen tragen!“

Meine Damen und Herren – ich dachte kurz, Washington bewirbt sich heimlich als neues Las Vegas.

Überall Baustellen.

Überall Marmor.

Überall Gold.

Fehlte eigentlich nur noch eine riesige Statue, auf der Donald Trump sich selbst die Hand schüttelt.

Vielleicht existiert sie bereits.

Vielleicht wird sie gerade vergoldet.

Vielleicht spricht sie sogar.

Ich würde es inzwischen nicht ausschließen.

Der eigentliche Höhepunkt kam jedoch am Lincoln Memorial.

Nicht wegen Abraham Lincoln.

Nein.

Wegen eines Poolreinigers.

Ja.

Ein Poolreiniger wurde plötzlich zur Hauptfigur amerikanischer Politik.

Biden erklärte unter großem Gelächter, Trump habe eigens jemanden eingestellt, damit das Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial nicht veralge.

Und dann fiel das Wort des Abends.

"Loser."

Ich stand dort und dachte mir:

Großartig.

Die größte Volkswirtschaft der Erde diskutiert nicht über Inflation.

Nicht über Staatsverschuldung.

Nicht über künstliche Intelligenz.

Nicht über China.

Sondern über einen Mann, dessen wichtigstes Wahlkampfthema offenbar Algenbekämpfung ist.

Die amerikanische Demokratie ist wirklich ein Unterhaltungspark geworden.

Biden legte anschließend noch einmal nach.

Er sprach von Narzissmus.

Von Inkompetenz.

Von Korruption.

Von Milliarden.

Von fehlender Scham.

Es fehlte eigentlich nur noch die Behauptung, Trump habe heimlich das Wetter privatisiert.

Doch auch Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn ihm solche Vorwürfe schlaflose Nächte bereiten würden.

Im Gegenteil.

Ich stelle mir vor, wie Trump die Rede verfolgt.

Er hört das Wort "Narzissmus".

Und denkt:

"Fantastisch. Ein schwieriges Wort. Sehr präsidial."

Dann hört er "Korruption".

Und antwortet vermutlich:

"Niemand korrumpiert schöner als ich."

Schließlich fällt das Wort "Loser".

Daraufhin bestellt Trump wahrscheinlich sofort zehn neue Baseballkappen.

Mit der Aufschrift:

NOT A LOSER.

Natürlich ausschließlich in Goldstickerei.

Limitierte Edition.

399 Dollar.

Signiert.

Mit Echtheitszertifikat.

Und einem Foto des Poolreinigers.

Währenddessen entwickelt sich Washington immer mehr zu einer Mischung aus Disneyland, Versailles und einer Dauerbaustelle des Größenwahns.

Hier ein Ballsaal.

Dort ein Triumphbogen.

Da ein Denkmal.

Dazwischen Selfie-Touristen.

Und irgendwo mittendrin ein Gärtner, der verzweifelt versucht, einen Rosenbusch davon zu überzeugen, nicht ebenfalls nach einem Präsidenten benannt zu werden.

Doch Biden beließ es nicht bei Architekturkritik.

Jetzt wurde Außenpolitik serviert.

Trump, so der Ex-Präsident, zerstöre die NATO.

Er bevorzuge Putin gegenüber den Verbündeten.

Er stelle Amerika hinten an und sich selbst ganz nach vorne.

Ich musste kurz prüfen, ob ich noch auf einer Parteiveranstaltung oder bereits in einer Netflix-Serie gelandet war.

Denn inzwischen klingt jede amerikanische Rede wie das Staffelfinale einer Polit-Soap.

Die Republikaner behaupten, ohne Trump gehe die Welt unter.

Die Demokraten behaupten, mit Trump gehe die Welt unter.

Die Fernsehsender übertragen beides live.

Und die Zuschauer fragen sich lediglich:

"Kommt danach Werbung?"

Das Beeindruckendste an der gesamten Veranstaltung war allerdings etwas völlig anderes.

Nicht Biden.

Nicht Trump.

Nicht der Pool.

Nicht einmal der Ballsaal.

Sondern die Tatsache, dass zwei Männer weit über achtzig inzwischen das politische Schwergewicht der größten Demokratie der Welt bilden und sich gegenseitig öffentlich als Versager bezeichnen.

Stellen Sie sich das einmal im normalen Berufsleben vor.

Zwei pensionierte Hausmeister treffen sich auf dem Marktplatz.

Der eine ruft:

"Du bist ein Loser!"

Der andere antwortet:

"Du hast den Gartenteich falsch gereinigt!"

Und tausende Menschen applaudieren begeistert.

Genau dort befindet sich derzeit die amerikanische Politik.

Ich habe deshalb einen Vorschlag.

Wenn Washington ohnehin schon zum Freizeitpark des Egos umgebaut wird, sollte man konsequent sein.

Der Ballsaal bekommt täglich Tanzshows.

Der Triumphbogen erhält eine Lichtshow.

Der Poolreiniger bekommt einen eigenen Stern auf dem Walk of Fame.

Und Biden sowie Trump ziehen gemeinsam durch die Vereinigten Staaten.

Nicht als Politiker.

Sondern als weltweit erfolgreichstes Comedy-Duo.

Der Ticketverkauf würde sämtliche Haushaltsdefizite beseitigen.

Vielleicht sogar die Staatsverschuldung.

Und falls sie sich auf der Bühne erneut gegenseitig "Loser" nennen, könnte man daraus gleich eine olympische Disziplin machen.

Goldmedaille garantiert.

Zumindest im Bereich politische Selbstinszenierung.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich sage Ihnen:

Wenn sich Präsidenten irgendwann mehr über Poolpflege streiten als über Politik, dann hat Amerika endgültig bewiesen, dass Satire dort längst arbeitslos geworden ist.

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Tags: USA Donald Trump Washington Weißes Haus Loser Joe Biden
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