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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Donald Trump erklärt Thomas Tuchel den Fußball – und Harry Kane gleich mit

Grafik: Trump coacht Tuchel – Ronald Tramp berichtet

Nach Englands dramatischem WM-Aus meldet sich plötzlich der wohl lauteste Fußballexperte der Welt zu Wort: Donald Trump. Für ihn ist klar, warum Thomas Tuchel scheiterte, weshalb Harry Kane eigentlich überall gleichzeitig spielen sollte – und warum Golf offenbar die beste Trainerausbildung der Welt ist. Ronald Tramp war natürlich exklusiv dabei.

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Es gibt Momente, da hält die Welt den Atem an. Ein Meteorit rast auf die Erde zu. Ein Vulkan bricht aus. Oder Donald Trump erklärt Fußball.

Ich, Ronald Tramp, war selbstverständlich vor Ort, als der selbsternannte Obertrainer aller Sportarten höchstpersönlich analysierte, warum England gegen Argentinien ausgeschieden ist. Und ich muss sagen: Wenn Selbstvertrauen Tore schießen könnte, wäre das Spiel vermutlich 48:0 ausgegangen.

Donald Trump betrat das Rednerpult mit der Miene eines Mannes, der gleichzeitig Weltmeister, Bundestrainer, Schiedsrichter, Platzwart und Balljunge gewesen sein muss. Noch bevor die erste Frage gestellt wurde, lag bereits ein unsichtbares Taktikbrett auf dem Podium.

„Sie hatten geführt“, erklärte er mit ernster Stimme. „Und dann stellen sie ihren besten Spieler nach hinten. Vielleicht ein Fehler.“

Vielleicht.

Dieses eine Wort hallte durch den Raum wie eine Fußballweisheit aus einem Paralleluniversum.

Ich blickte mich um. Mehrere Sportjournalisten überprüften hektisch ihre Notizen. Einer suchte offenbar nach einer versteckten Kamera. Ein anderer versuchte herauszufinden, ob Thomas Tuchel inzwischen heimlich den Libero wieder eingeführt hatte.

Trump hingegen war völlig überzeugt.

„Ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein.“

Man konnte förmlich sehen, wie irgendwo auf der Welt sämtliche Trainerlizenzen kurz aufblinkten und sich vorsorglich selbst sperrten.

Natürlich durfte der obligatorische Satz nicht fehlen.

„Aber was weiß ich schon vom Coaching.“

Genau dieser Satz besitzt bei Donald Trump dieselbe Wirkung wie ein Feuerlöscher voller Benzin. Kaum ausgesprochen, glaubt niemand mehr daran, dass jetzt Bescheidenheit folgt.

Denn unmittelbar danach begann die eigentliche Meisterklasse.

Harry Kane sei fantastisch gewesen.

Ein großartiger Spieler.

Ein großartiger Typ.

Warum?

Weil sie gemeinsam Golf gespielt haben.

Endlich wird Fußball nach objektiven Kriterien bewertet.

Torquote? Nebensache.

Laufleistung? Überbewertet.

Passgenauigkeit? Völlig egal.

Entscheidend ist offenbar die Schwungtechnik mit dem Driver auf einem Golfplatz in Palm Beach.

Ich musste sofort nachrechnen.

Sollte diese Methode Schule machen, dürfte die nächste Ballon-d’Or-Verleihung ungefähr so aussehen:

„Der Preis geht an Spieler Nummer eins, weil er hervorragend putten kann.“

„Spieler Nummer zwei erhält den Fair-Play-Award, weil er beim Minigolf nie mogelt.“

„Und Welttrainer des Jahres wird selbstverständlich derjenige, der beim Abschlag den weitesten Drive erzielt.“

Man muss Prioritäten setzen.

Trump berichtete voller Begeisterung von der gemeinsamen Golfrunde.

Harry Kane wiederum hatte diese Begegnung einmal als „ziemlich surreale Erfahrung“ beschrieben.

Surreal.

Ein wunderbares Wort.

Denn es beschreibt exakt den Moment, wenn plötzlich ein ehemaliger US-Präsident Englands Spielsystem analysiert, während halb Europa noch versucht herauszufinden, weshalb Argentinien überhaupt den Ball hatte.

Ich stellte mir vor, wie diese Golfrunde damals ausgesehen haben könnte.

Trump zeigt auf das Grün.

„Harry, fantastisch. Wirklich fantastisch. Der beste Golfer unter allen Stürmern. Vielleicht sogar der beste Stürmer unter allen Golfern. Niemand weiß das besser als ich.“

Kane nickt höflich.

Trump fährt fort.

„Wenn ich Trainer wäre, würde jeder Spieler gleichzeitig Torwart, Stürmer und Kapitän sein. Flexibilität. Das gewinnt Titel.“

Der Caddy kündigt vorsorglich seinen Job.

Unterdessen dürfte Thomas Tuchel irgendwo auf der Welt seine Videoanalyse geöffnet haben.

Standardsituationen.

Pressing.

Raumaufteilung.

Passwege.

Gegenpressing.

Und plötzlich taucht zwischen den Taktikzeichnungen ein gelber Notizzettel auf.

„Mehr Golf mit Harry Kane.“

Problem gelöst.

Ich sehe schon die nächste Trainerschulung.

UEFA-Pro-Lizenz 2027.

Modul 1: Viererkette.

Modul 2: Spielaufbau.

Modul 3: Donald Trumps Palm-Beach-Golfbewertungssystem.

Abschlussprüfung:

„Wann gilt ein Mittelstürmer als Weltklasse?“

Richtige Antwort:

„Wenn Donald Trump nach neun Löchern sagt: Great Guy.“

Selbst die englischen Fans dürften über diese Analyse gestaunt haben.

Seit Jahrzehnten diskutieren sie über Formationen.

4-3-3.

4-2-3-1.

3-5-2.

Trump hingegen präsentiert ein revolutionäres System.

1-1-1-Golf.

Jeder spielt überall.

Und wenn etwas schiefgeht, wird anschließend gemeinsam eingelocht.

Großartig.

Die Pressekonferenz entwickelte sich zunehmend zu einer Mischung aus WM-Nachbesprechung, Golfplatz-Erinnerung und Motivationsseminar.

Ich wartete eigentlich nur noch darauf, dass Trump ankündigt, beim Spiel um Platz drei persönlich als Co-Trainer einzuspringen.

Oder als Schiedsrichter.

Oder als Ball.

Man weiß ja nie.

Am Ende blieb vor allem eine Erkenntnis.

Donald Trump besitzt eine einzigartige Fähigkeit.

Er schafft es, innerhalb weniger Minuten aus einem WM-Halbfinale eine Geschichte über sich selbst, eine Golfrunde und seine persönliche Spielerbewertung zu machen.

Das muss man erst einmal schaffen.

Harry Kane wird sich vermutlich weiterhin auf Fußball konzentrieren.

Thomas Tuchel dürfte weiter an Taktiken feilen.

Und Argentinien wird sich vermutlich nicht sonderlich dafür interessieren, ob Kane nun zehn Meter weiter vorne oder hinten gestanden hat.

Doch irgendwo in Palm Beach wartet vermutlich bereits der nächste Golfplatz.

Denn vielleicht – nur vielleicht – entscheidet dort künftig nicht mehr der VAR über Siege und Niederlagen.

Sondern das Handicap.

Und sollte Donald Trump jemals tatsächlich Bundestrainer werden, dürfte die erste Pressekonferenz ungefähr so beginnen:

„Wir spielen heute mit elf Stürmern. Defensive ist überschätzt. Aber was weiß ich schon vom Coaching.“

Ich, Ronald Tramp, werde selbstverständlich live berichten.

Vom Spielfeld.

Oder vom Golfplatz.

Je nachdem, wo gerade die Weltmeisterschaft entschieden wird.

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Tags: Donald Trump WM 2026 Fußball Golf Argentinien England Thomas Tuchel Harry Kane
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