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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Goldene Pferde für Amerikas Geburtstag

Grafik: Trump und die goldenen Pferde von Washington

Donald Trump lässt riesige Pferdestatuen in Washington mit Blattgold überziehen. Ronald Tramp berichtet über Amerikas goldene Prioritäten.

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Meine Damen und Herren, es gibt Momente in der Geschichte, die zeigen, wohin sich eine Nation entwickelt.

Die Mondlandung.

Die Erfindung des Internets.

Die Einführung des Cheeseburgers mit vier Fleischscheiben.

Und jetzt:

Donald Trump lässt riesige Pferdestatuen in Washington mit Gold überziehen.

Nicht ein bisschen Gold.

Nicht etwas Gold.

Nein.

Extra dickes 23,75-Karat-Blattgold.

Denn offenbar reicht es nicht mehr, wenn Amerika glänzt.

Amerika muss jetzt blenden.

Die Geschichte beginnt am Lincoln Memorial in Washington D.C.

Dort stehen vier monumentale Bronzepferde, die seit Jahrzehnten tapfer ihre Arbeit verrichten. Sie stehen herum. Sie schauen würdevoll aus. Sie tun exakt das, was Statuen tun.

Nämlich nichts.

Doch plötzlich gerieten sie ins Visier der Trump-Regierung.

Warum?

Weil sie nicht gold genug waren.

Und wenn es eine Sache gibt, die Donald Trump noch mehr liebt als Donald Trump, dann ist es Gold, das aussieht wie Donald Trump.

Berichten zufolge sollen rund fünf Millionen Dollar ausgegeben werden, um die Pferde mit frischem Blattgold zu überziehen.

Fünf Millionen Dollar.

Für Pferde.

Nicht für echte Pferde.

Für Metallpferde.

Ich möchte an dieser Stelle betonen:

Es gibt Menschen, die für weniger Geld ganze Krankenhäuser bauen.

Doch Krankenhäuser glänzen leider nicht so schön in der Sonne.

Die Arbeiten sind Teil eines gigantischen Verschönerungsprogramms, mit dem Washington pünktlich zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten in neuem Glanz erstrahlen soll.

Das Gesamtbudget:

100 Millionen Dollar.

Eine Summe, die so groß ist, dass normale Menschen anfangen, Taschenrechner zu suchen.

Trump hingegen betrachtet diese Zahl vermutlich wie andere Menschen einen Trinkgeldbetrag.

Insider berichten, dass mehrere Projekte unter Hochdruck vorangetrieben werden.

„Hochdruck“ bedeutet dabei offenbar:

„Wie viel Gold können wir noch bis zum 4. Juli irgendwo draufkleben?“

Man darf gespannt sein.

Denn wenn die Pferde bereits vergoldet werden, was kommt als Nächstes?

Die Lincoln-Statue in Gold?

Goldene Parkbänke?

Vergoldete Eichhörnchen?

Ein goldbeschichteter Potomac River?

Nichts scheint unmöglich.

Die vier Pferdestatuen selbst sollen in den 1970er Jahren bereits einmal restauriert worden sein. Damals glänzten sie prachtvoll.

Doch inzwischen sei die Beschichtung verblasst.

Das klingt dramatisch.

Fast so, als würden die Pferde nachts traurig aus dem Fenster schauen und flüstern:

„Früher waren wir glamourös.“

Die Trump-Regierung konnte das offenbar nicht länger mit ansehen.

Und so wurde ein Eilauftrag vergeben.

Kritiker bemängeln, dass viele Projekte ohne Ausschreibung vergeben würden.

Trump-Fans sehen das vermutlich entspannter.

Sie argumentieren wahrscheinlich:

„Wenn etwas vergoldet werden muss, sollte man keine Zeit mit Papierkram verschwenden.“

Eine Haltung, die erstaunlich gut erklärt, wie wir an diesen Punkt gelangt sind.

Besonders faszinierend ist die Vorstellung der verantwortlichen Meetings.

Irgendwo sitzt ein Beamter.

Vor ihm liegen Akten.

Budgetpläne.

Kostenanalysen.

Langfristige Infrastrukturprojekte.

Und dann betritt jemand den Raum und sagt:

„Wie wäre es mit goldenen Pferden?“

Zehn Sekunden später ist das Budget freigegeben.

So zumindest stelle ich es mir vor.

Historiker werden sich später den Kopf zerbrechen.

„Warum wurden 2026 Millionen für Blattgold ausgegeben?“

Die Antwort lautet vermutlich:

„Weil die Pferde nicht genug glänzten.“

Das ist gleichzeitig die absurdeste und die amerikanischste Erklärung aller Zeiten.

Natürlich denken viele Menschen sofort an das alte Rom.

Denn auch dort liebten Herrscher monumentale Bauprojekte.

Sie errichteten Triumphbögen.

Tempel.

Paläste.

Trump sieht das offenbar und denkt:

„Interessant. Aber was wäre, wenn alles zusätzlich golden wäre?“

Tatsächlich wirkt die gesamte Aktion wie eine Kreuzung aus antikem Imperium, Las Vegas und einer besonders ambitionierten Innenarchitekturmesse.

Man kann sich die Enthüllung bereits vorstellen.

Die Sonne geht auf.

Die vier Pferde funkeln.

Touristen setzen Sonnenbrillen auf.

Piloten melden blendende Reflexionen.

Satelliten halten Washington plötzlich für einen Goldschatz.

Und irgendwo schreit ein Adler patriotisch in den Himmel.

Doch Ronald Tramp erkennt die wahre Dimension dieser Geschichte.

Diese Pferde sind nicht einfach Statuen.

Sie sind ein Symbol.

Ein Symbol dafür, dass Amerika inzwischen jede Herausforderung mit derselben Strategie angeht:

Mehr Gold.

Straßen kaputt?

Gold.

Haushaltsdefizit?

Gold.

Politische Spannungen?

Noch mehr Gold.

Irgendwann wird vermutlich ein Berater vorschlagen:

„Vielleicht sollten wir zuerst die Probleme lösen.“

Und der Rest des Raumes antwortet:

„Oder wir vergolden sie.“

Selbst die Pferde dürften verwirrt sein.

Jahrzehntelang standen sie einfach herum.

Jetzt werden sie plötzlich zu Luxusobjekten.

Das entspricht ungefähr der Karriereentwicklung eines durchschnittlichen Influencers.

Vom Niemand zum Goldprodukt in wenigen Jahren.

Natürlich wird das Projekt rechtzeitig fertig werden müssen.

Denn am 4. Juli soll alles perfekt aussehen.

Nichts darf matt wirken.

Nichts darf gewöhnlich erscheinen.

Schließlich feiert Amerika seinen 250. Geburtstag.

Und was wäre ein Geburtstag ohne gigantische Dekorationskosten?

Am Ende bleibt nur eine Erkenntnis:

Andere Länder investieren Milliarden in Technologie, Bildung oder Forschung.

Amerika investiert Millionen in goldene Pferde.

Und irgendwie schafft es dieses Land trotzdem, dabei vollkommen überzeugt auszusehen.

Vielleicht ist genau das die wahre Superkraft der Vereinigten Staaten.

Nicht Innovation.

Nicht Wirtschaft.

Nicht Militär.

Sondern die Fähigkeit, einen fünf Millionen Dollar teuren Goldanstrich als patriotische Notwendigkeit zu verkaufen.

Und ehrlich gesagt:

Die Pferde sehen wahrscheinlich fantastisch aus.

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Tags: USA Lincoln Memorial Donald Trump Washington Goldene Pferde Blattgold Steuergelder
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